Ein kleines Wohnzimmer großzügig einrichten
Ein kleines Wohnzimmer wirkt eng durch zu viele Dinge, Licht von nur einer Seite und Möbel im Laufweg. Wie du den Raum zuerst maßstabsgetreu zeichnest und was Licht, Farbe, Möbel und Schränke danach bewirken.

Offene Regale und hohe, schmale Schränke bieten Stauraum, ohne viel Bodenfläche zu beanspruchen.
Ein kleines Wohnzimmer wirkt vor allem dann eng, wenn zu viel darin steht, wenn das Licht nur von einer Seite kommt oder wenn man um alles herumlaufen muss. An allen drei Punkten lässt sich etwas ändern, ohne umzubauen. Hier steht, wie du den Raum zuerst aufzeichnest und was Licht, Farbe, Möbel und Stauraum danach bewirken.
Den Raum zeichnen, bevor du etwas kaufst
Miss das Zimmer aus und zeichne es auf Karopapier, mit Fenstern, Türen, Heizkörpern und Steckdosen. Schneide die Möbel, die du hast oder kaufen willst, im gleichen Maßstab aus und schiebe sie hin und her. So siehst du vor dem Kauf, ob du noch frei von der Tür zum Fenster gehst, ob sich jede Tür ganz öffnen lässt und ob das Sofa nicht vor dem Heizkörper landet. Klebe im Zimmer selbst den Umriss eines neuen Sofas oder Schranks mit Kreppband auf den Boden: Dann siehst du, wie viel Platz er wirklich einnimmt.
Mit Licht und Farbe arbeiten
Helle Farben an Wänden und Decke reflektieren das Tageslicht und lassen den Raum optisch größer wirken. Halte die Farbpalette ruhig, mit ein oder zwei Grundfarben und höchstens einem Akzent. Hänge Vorhänge breiter als das Fenster, damit sie tagsüber neben dem Glas hängen und kein Licht wegnehmen. Ein großer Spiegel an einer Stelle, an der er das Fenster spiegelt, bringt zusätzliches Tageslicht in den Raum.
Sorge abends für Licht aus mehreren Ecken statt einer einzigen Lampe in der Mitte der Decke: eine Stehleuchte neben dem Sofa, eine Lampe auf einem Schrank, eine Leseleuchte.
Möbel wählen, die leicht wirken
In einem kleinen Raum zählt nicht nur, wie viel Fläche ein Möbel braucht, sondern auch, wie schwer es wirkt. Ein Sofa auf Beinen, unter dem man den Boden durchlaufen sieht, wirkt leichter als eines, das bis zum Boden reicht; das Gleiche gilt für einen Couchtisch mit offenem Gestell. Ein kleineres Sofa mit einem Hocker, den du verschieben kannst, lässt mehr Platz frei als ein großes Ecksofa, das eine ganze Wand belegt. Multifunktionale Möbel wie ein Couchtisch mit Stauraum oder ein Hocker, der auch Beistelltisch ist, sparen ein Möbelstück.
Ein Teppich hat die richtige Größe, wenn die Vorderbeine von Sofa und Sesseln darauf stehen; ein zu kleiner Teppich, der lose im Raum liegt, lässt das Zimmer eher zerstückelt wirken.
Die Höhe nutzen
Offene Regale und hohe, schmale Schränke bieten Stauraum, ohne viel Bodenfläche zu beanspruchen. Ein Schrank, der bis knapp unter die Decke reicht, wirkt außerdem ruhiger als ein niedriger Schrank mit einer Reihe Dinge darauf. Hänge Regale und Bilder nicht alle auf Augenhöhe; wer auch weiter oben arbeitet, lenkt den Blick nach oben.
Ordnung mit geschlossenen Schränken
Nichts lässt einen kleinen Raum unruhiger wirken als Dinge, die überall herumliegen. Wähle geschlossene Möbel für Dinge, die du nicht sehen möchtest, und behalte nur, was du wirklich nutzt. Offene Regale eignen sich für ein paar Bücher und Pflanzen; Kabel, Ladegeräte und Post gehören hinter eine Tür oder in eine Schublade. Gib allem, was täglich hereinkommt, also Taschen, Schlüsseln und Post, einen festen Platz an der Tür, dann bleibt der Rest des Zimmers frei.